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Feuerwerk - viel Schall und Rauch


Sei es am heutigen Schweizer Nationalfeiertag oder an einem Sommerfest, Feuerwerke sind häufig der Höhepunkt einer sommerlichen Festnacht. Handelsübliche Raketen bestehen dabei im Wesentlichen aus drei Komponenten. Die Treibladung (meist Schwarzpulver) lässt die Rakete hochfliegen. Die Sprengladung (meist ebenfalls Schwarzpulver) sorgt für den Knall und die Effektladung schliesslich für die glimmernden Lichteffekte in den verschiedensten Farben. Professionelle Feuerwerker verzichten auf die Treibladung. Sie verschiessen etwa faustgrosse Papierkugeln mit Kanonen in den Himmel. Dort entfalten Sie dann Ihre Farbenpracht.
Für die Farben sorgen pulverisierte Metalle und Metallverbindungen. Sie färben die Flamme des explodierenden Schwarzpulvers mit ihrer charakteristischen Farbe. Natriumverbindungen erzeugen beispielsweise orange Effekte. Dies lässt sich leicht zu hause überprüfen, indem man gewöhnliches Kochsalz – chemisch: Natriumchlorid – in eine Kerzenflamme streut.
Mit einer geeigneten Mischung von Metallpulvern zaubert der Feuerwerker so fast jede Farbe an den Nachthimmel. Durch geschickte Anordnung der einzelnen Pulverkügelchen innerhalb der Effektladung vermag er zudem die Form zu steuern – vom Funkenregen über die in sich geschachtelten Kugeln bis hin zum Saturnring.

Fragen



Woher stammt das Schwarzpulver?
Schwarzpulver ist ein explosives Gemisch aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel. Im fernen Osten war es schon vor über tausend Jahren bekannt. In Europa wurde es gemäss der Überlieferung im 14. Jahrhundert von einem Franziskanermönch entdeckt. Von ihm – Berthold Schwarz – erhielt das Pulver auch seinen Namen.



Weshalb stinkt der Rauch der Raketen so?
Eine abbrennende Rakete ist nicht einfach ein Holzfeuer, sondern ein brennendes Chemielabor. Der Gestank rührt mehrheitlich von resultierenden Schwefelverbindungen. Auch bei Fürzen oder faulen Eiern sorgen sie für das Nasenbouquet.



Wie schwer war die bislang schwerste Feuerwerksrakete?
Die Japaner jagen schweres Geschütz an den Nachthimmel. Der bisherige Rekord einer solchen Kugelbombe liegt bei 1.5 Metern Durchmesser und über 800 Kilogramm Gewicht.

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