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Esel – graues Lasttier |
Im Dezember bekommen auch Stadtmenschen ein sonst wenig beachtetes Nutztier vermehrt zu Gesicht. Während in Skandinavien und Nordamerika das Rentier den St.Nikolaus unterstützt, trägt bei uns der Esel dessen Säcke. Ursprünglich stammt der Esel aus dem Nildelta und verbreitete sich als Nutztier rasch über Nordafrika und im arabischen Raum. Erst vor rund 3000 Jahren brachten die Etrusker den Esel nach Italien und somit nach Europa. Heutzutage existiert der Esel fast ausschliesslich als Haustier. Seine wilden Verwandten sind praktisch ausgestorben. Biologisch zählen die Esel zur Gattung der Pferde. Neben den rein äusserlichen Unterschieden zu Pferden, verfügen Esel über einige Besonderheiten, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Im Gegensatz zu Pferden besitzen sie fünf statt sechs Lendenwirbel. Zudem dauert ihre Tragzeit mit rund 370 Tagen 40 Tage länger als beim Pferd. Obschon Esel als eigenständige Art bestehen, können sie sich mit Pferden fortpflanzen. Aus der Kreuzung eines Eselhengstes mit einer Pferdestute geht ein Maultier hervor, dessen Körpereigenschaften und Verhalten mehr dem Pferd ähneln; sie sind allerdings weniger scheu. Wenn sich derweil Pferdehengst mit einer Eselstute fortpflanzt, entsteht ein Maulesel. Dieses Tier ähnelt, abgesehen von der Stimme, dem Esel.
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Fragen |

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Was kommt aus der Paarung zweier Maultiere hervor? Nichts. Maultier wie Maulesel kommen in der Natur nicht vor. Als Produkt zweier eigenständiger Arten (der Biologe nennt dies einen Bastard) sind sie selbst in den allermeisten Fällen nicht fortpflanzungsfähig. Vermutlich liegt dies in der unterschiedlichen Chromosomenzahl von Pferd und Esel (Chromosomen sind einzelne Knäuel der Erbsubstanz). |
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Weshalb sind Esel stur? Esel sind nicht stur, sondern bloss vorsichtig. Sie stammen ursprünglich aus gebirgigen Wüstenregionen. Anders als das Steppentier Pferd, ist der Esel kein reines Fluchttier. Im Gebirge wäre eine unüberlegte Flucht oft tödlich. Bei Gefahr bleiben Esel deshalb zuerst mal stehen und treffen erst dann ihre Entscheidung. |
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Welchen Ursprung hat die Redewendung der Eselsbrücke? Esel weigern sich normalerweise beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten. Daher baute man oft kleine Brücken, um mit den Lasttieren doch ans Ziel zu kommen. Eine Eselsbrücke ist also ein kleiner Umweg, der ans Ziel führt. |
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