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Biodiversität - Vielfalt des Lebens


Auf dem Planeten Erde hat sich Leben in den unterschiedlichsten Formen entwickelt. An sich bezieht sich der Begriff Biodiversität auf die Vielfalt des Lebens auf verschiedenen Stufen. Er umfasst nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Mannigfaltigkeit von Genen, Populationen, Lebensräumen und Ökosystemen. Am greifbarsten ist Biodiversität jedoch auf der Ebene der Art. Bislang wurden gut 1.7 Millionen Arten beschrieben und benannt und täglich kommen neue hinzu. Tatsächlich dürfte die Evolution ein Vielfaches an Arten hervorgebracht haben. Die Schätzungen der Wissenschaftler bewegen sich zwischen drei und vierzig Millionen Arten insgesamt. Im Tierreich stellen die Insekten mit Abstand die grösste Gruppe, obschon gerade diese Gruppe vermutlich noch bei weitem nicht vollständig erforscht ist. Bislang sind alleine bei den Käfern über 350'000 Arten bekannt. Zum Vergleich: Bei den Säugetieren gibt es bloss rund 4'500 Arten!
Die Vielfalt des Lebens ist dabei nicht gleichmässig über unseren Planeten verteilt. In den Tropen tummeln sich deutlich mehr Arten als an den Polen. Doch auch innerhalb einer Klimazone gibt es deutliche Unterschiede. Besonders Artenreich sind dabei Grenzstandorte zwischen verschiedenen Lebensräumen wie am Waldrand, entlang von Ufern oder in Hecken. Dort ermöglichen unterschiedlichste Nischen vielen Lebewesen ein Auskommen nebeneinander ohne sich zu konkurrieren.

Fragen



Was ist eine Art?
Eine Art ist gemäss Definition eine Gruppe von Lebewesen, die untereinander fruchtbare Nachkommen haben kann, nicht aber mit Lebewesen anderer Arten. Diese Definition lässt aber nicht immer scharfe Grenzen ziehen. So zum Beispiel, wenn sich aus einer Art über einen langen Zeitraum hinweg zunächst zwei Unterarten bilden und so schliesslich eine neue Art entsteht.



Wo gibt es mehr Arten: in der Fett- oder in der Magerwiese?
Viele Nährstoffe in einer Wiese führen dazu, dass einige wenige Arten die Überhand gewinnen. In einer gedüngten Fettwiese finden sich daher nur etwas mehr als ein Dutzend Pflanzenarten. In einer Magerwiese lassen sich hingegen bis zu 100 Pflanzenarten finden. Als Faustregel gilt zudem: Pro Pflanzenart finden sich rund zehn Tierarten in einem Ökosystem. Eine Magerwiese bietet somit deutlich mehr Arten einen Lebensraum.



Was bringt Biodiversität?
Während den Eiszeiten oder auch in der Gegenwart verschwanden unzählige Arten von unserem Planeten. Derzeit sterben nach Schätzungen weltweit rund 70 Arten pro Tag aus. Die Ökosysteme brechen deswegen nicht zusammen, aber sie verlieren an Stabilität. In einer reinen Monokultur haben Krankheiten oft ein weit verheerenderes Ausmass.

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