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Aloe vera – exotisches Allerheilmittel |
Ob Cremes oder Lotionen, Joghurts oder Fruchtsäfte: Extrakte aus der Aloe Vera finden sich in einer breiten Palette von Produkten. Ihre explosionsartige Verbreitung in den vergangenen Jahren lässt sich auch auf geschicktes Marketing zurückführen, denn Aloe Vera und ihre Wirkung war bereits den Griechen bekannt. Die Aloe zählt wie die Kakteen zu den Sukkulenten - Pflanzen, die viel Wasser in ihren Blättern speichern. Diese Anpassung weist auf die Heimat der Aloe hin: heisse Gebiete in Afrika und Amerika. Die Aloe vera wird daher auch Wüstenlilie genannt. Sie besteht im Wesentlichen aus rund zwei Dutzend dicken Blättern, welche rosettenartig angeordnet sind. Das Harz der Blätter enthält Aloine. Diese wurden von der Pharmaindustrie genutzt, um aus getrocknetem Aloe-Saft ein Abführmittel herzustellen. Für kosmetische Zwecke oder für die Nahrungsmittelindustrie ist dieser Effekt von wenig Interesse. Dort werden die Blätter zunächst geschält, um dann an den Flüssigkeitsspeicher im Blatt zu gelangen. Diese gelartige Masse ist frei von Aloinen, besteht zu 95 Prozent aus Wasser und enthält mehrere hundert Inhaltsstoffe. Wissenschaftlich belegt ist deren Wirkung allerdings nur wenigen Fällen, vor allem bei der äusserlichen Anwendung. So ist ihr feuchtigkeitsspendender, antibakterieller und wundheilender Effekt relativ gut belegt. Als Zusatz zu Nahrungsmitteln ist die Wirkung hingegen umstritten.
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Fragen |

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Wie alt wird eine Aloe vera? Die Aloe vera als Wüstenpflanze wird etwa zehn Jahre alt. Mit zunehmendem Alter bilden die Pflanzen einen Stamm und bilden einen rund ein Meter hohen Blütenstand. |
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Woher kommen die Substanzen für die Aloe-Produkte: aus der Wildbahn oder aus Plantagen? Die Substanzen der Aloe vera in Kosmetikprodukten und Nahrungsmitteln stammen aus Plantagen. Denn wild lebende Pflanzen sind unter dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. |
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Wie lange hält ein abgeschnittenes Blatt für Anwendungen des Gels? Aloe vera lässt sich bei uns leicht als Zimmerpflanze halten. Zur Wundheilung kann ein Blatt abgeschnitten und das Gel verwendet werden. Dabei versiegelt sich die Anschnittstelle jeweils von selbst, so dass das Gel bei kühler Lagerung bis zu sechs Wochen frisch bleibt. |
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